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On the Fly, UnterwegsTheater, Choreographie Jai Gonzales, und das Duo Horn/Ullrich, 29.1.26, 20:00 Uhr HebelHalle

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Um die LUFT geht es beim musikalisch-literarischen Abend des Duos Horn/Ullrich in der HebelHalle; Der Heidelberger Bariton Matthias Horn hat zusammen mit dem Pianisten Christoph Ullrich aus Frankfurt eine vielschichtige Collage mit Werken von Robert Schumann, Günter Grass, Aaron Copland, Jean Paul, Morton Feldman, Antoine de Saint-Exupery, Franz Schubert, Ernst Jandl, Domenico Scarlatti, Karl Kraus, Victor Ullmann und vielen anderen zusammengestellt, um sich diesem unsichtbaren und doch unverzichtbaren Element in künstlerischer Weise zu nähern;

LUFT – sie ist der Stoff, danach ringen wir, wenn es uns zu eng wird.

Wenn wir doch fliegen könnten, nicht wie jetzt in stählernen

Sardinenröhren, sondern frei, aus eigenen Kräften sich empor

schwingen und schweben, aller Erdenlast enthoben.

LUFT – sie ist das Medium von Geruch und Gestank, der subkutanen

Verankerung mancher Erinnerung.

LUFT – sie ist das Medium von Lärm und Stille, von Klang und

Geräusch.

Nicht die viel beschäftigten Augen, sondern die Ohren sind es, die die allerersten und auch die allerletzten Sinneseindrücke unseres Lebens vermitteln.

Das Duo Horn/Ullrich existiert seit vielen Jahren und konzertierte wiederholt bei den Niedersächsischen Musiktagen, dem Würzburger Mozartfest, dem Nordhessischen Musiksommer, den Ludwigsburger Fesstspielen und den internationalen Musiktagen des Domes zu Speyer.

Die zweite Hälfte des Abends wird von der Tanzkompanie des UnterwegsTheaters gestaltet:
Leichtigkeit ist eine Haltung, die sich der eigenen Kraft bewusst ist und ihr Nahrung gibt, indem sie in Bewegung bleibt. „On the Fly“ beschreibt ein Lebensgefühl ohne festen Boden unter den Füßen, voller Hochgefühle und Fallhöhe, ohne Autopilot, aber im vollen Vertrauen auf die Mannschaft.
Gemeinsam mit den Tänzer*innen Stavros Apostolatos, Neve Arbel, Yu-Yuan Huang, Nikos Grigoriadis und Hsin-I Huang startet Choreographin Jai Gonzales ins Offene, überwindet die Schwerkraft, begegnet Gegenwind und erkennt Rückenwind. Grenzen werden überflogen, um in der scheinbar unendlichen Weite die konkreten Möglichkeiten zu erfassen und Neues zu gestalten.
Die Stücke des UnterwegsTheaters sind gelebte Utopien, offenherzig und gleichzeitig konzentriert auf das Wesentliche, entstanden aus Arbeitsprozessen, in denen Reflexion stets mit Machen verbunden ist.

1988 haben die Tänzerin Jai Gonzales und der ausgebildete Akrobat Bernhard Fauser nicht lange nach günstigen Startbedingungen gesucht, sondern losgelegt mit Tanzstücken, die international Anerkennung fanden, und dem Ausbau einer Probebühne, auf der manche, heute weltweit tätigen Choreograph*innen erste eigene Stücke zeigten. Ein internationales Netzwerk wuchs und die ganze Stadt wurde immer wieder mit ARTORT im öffentlichen Raum eingebunden. Es folgten zahlreiche Kooperationen, darunter 2012 der Zusammenschluss mit dem Stadttheater als TANZAllianz, die Heidelberg zur deutschlandweit wahrgenommenen Tanzstadt machte.

 

Fotos Günter Krämmer: