Chris Haring, Wien: “Running Sushi”

Tanzperformance, 20.30 Uhr im Herrenbad
website: www.liquidloft.at
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Legendär das Video-Tanz-Gastspiel “D.A.V.E.” von Chris Haring und Klaus Obermaier vor ein paar Jahren in der Klingenteichhalle.
Wir freuen uns, eine weitere Arbeit des österreichischen Ausnahme-Choregraphen Chris Haring präsentieren zu können. Übrigens: die Künstlergruppe Liquid Loft wurde soeben mit dem “Goldenen Löwen” der besten Performance bei der “Biennale di Venezia” ausgezeichnet!
Tanz, Choreografie: Stephanie Cumming, Johnny Schoofs
Musikalisches Konzept: Glim / Andreas Berger
künstlerische Leitung, Konzept, Chorografie: Chris Haring
Dramaturgie: Thomas Jelinek
Bühne : Annja Krautgasser
Hansjörg Fauland, Oliver Kirchhofer
Installation: Aldo Giannotti, Viktor Schaider
Comics: Bert Könighofer
Assistenz/ Tanz: Matthew Smith
Intro: Alex Gottfarb, Sora Honda
Foto: Michael Loizenbauer, Chris Haring
Organisation: Jessica Wyschka
Koproduktion ImPulstanz Festival Wien und liquid loft
in Kooperation mit choreographic center Linz, TanzIst Festival Dornbirn
mit freundlicher Unterstützung von MA7- Kultur Stadt Wien, Bundeskanzleramt Kunst
Wiener Zeitung 1.8.06/Verena Franke
Performance der kleinen Häppchen
“Japanischen Comic-Figuren gleich, zweidimensional, in oft unverständlichen, computerverzerrten Stimmen performen Stephanie Cumming und Johnny Schoofs eindrucksvolle Szenen. Eindrucksvoll, denn es gelingt dem österreichi-schen Choreografen Chris Haring und seinem Ensemble loquid.loft, humorvolle, skurrile Bildsequenzen zu inszenieren.
Die Uraufführung von “Running Sushi” – im Rahmen des ImPulsTanz-Festivals – erinnert an die namensgleichen Restaurant, in denen bunte Teller auf einem Band vorbei gleiten, und kleine, japanische Häppchen bieten. Und ebenso gleiten die Bilder am Zuschauer vorbei; sie bieten pure Unterhaltung in der unerträglich heißen Arena 21 des Museumsquartier in Wien.
Die Reihenfolge der Szenen an diesem Abend wird mit Hilfe von zwölf Spielkarten zu Beginn der Performance vom Publikum gezogen. Zwölf unabhängige Szenen folgen dann: Erzählt wird eine groteske Familiengeschichte oder es wird genussvoll in Orangen gebissen, so dass man Durst bekommt und es wird mit Stäbchen gekämpft und geliebt – begleitet von ruckartigen Isolationen des Körpers.
Auch tummeln sich wieder einmal nackte, aber ästhetische, Körper auf der Bühne, ein anscheinend unverzichtbares Detail beim diesjährigen Festival.
Einen wesentlich Teil der Performance leistet nebst den hervorragenden Darstellern auch das musikalische Konzept (Glim/Andreas Berger), dass den Sequenzen erst Leben einhaucht.
Einmal mehr zeigt sich Haring von seiner witzigen, schrägen und ungemein einfallsreichen Seite.”